Die Wasserforscher im Wandel des Klimas

Pressebericht

Die Wasserforscher im Wandel des Klimas

Mr. Präsident, ich erinnre mich noch sehr gut an die Schockmeldung, dass Sie den Klimawandel bestritten haben. Zumindest in Deutschland findet er statt. 13 Wochen lang Temperaturen an die knapp 40 Grad, ohne ein Tröpfchen Regen. Und so starteten am 06.08.2018 die Casterix-Wasserforscher in der Kleingartenanlage Am Schellenberg. Bereits im Vorfeld kontrollierten die Organisatoren in regelmäßigen Abständen den Landwehrbach, ob das Keschern überhaupt stattfinden kann. Am Landwehrbach verdunstete reichlich Wasser, wie sich am zweiten Tag mit den Biologen der Emschergenossenschaft herausstellte.

Nach der ersten Begrüßungs- und Kennenlernrunde im Vereinsheim, lernten die Kids den Wasserkreislauf in einem kleinen Zeichentrickfilm kennen. Anschließend sammelten sie, in vier Gruppen aufgeteilt, kleine Zweige, Sand, Rinde und Laub, um die Entstehung von Kohle bzw. Fossilien nachzubilden, denn auch hier spielt Wasser eine wesentliche Rolle. Da die Bildung beider Teile aber wohl die Lebensdauer sogar der Urenkelkinder unserer Teilnehmerkinder überdauert, brachte Stephan Bevc ein sehr großen riefeligen Stein mit, auf dem sehr gut die Abdrücke eines alten Farns zu erkennen waren.

Am Nachmittag gab es dann eine ersehnte Erfrischung für die Kleinen. In einem Wasser-Wettlauf mussten die Kids Wasser mit einem Schwamm von einem Eimer in den nächsten transportieren. Gewonnen hat, wer das meiste Wasser transportiert hat. Ein Wasserschlauch sorgte für die nötige Abkühlung beim Laufen.
 

Für den kommenden Tag erhielten die Eltern beim Abholen schon die Anweisung, ihre Kinder mit Badebekleidung und Gummistiefel auszustatten, am Morgen stand der Besuch der Biologen auf dem Programm. Es sollte gekeschert werden.

Der Bachlauf, der sich durch einen Großteil Schwerins zieht, lag an einigen Strecken trocken, Biotope sind stark geschrumpft und ein größeres Sammelgewässer minimierte sich zu einem 20 qm großen Tümpel. Diesen nutzten die Kids, um das Wasser zu untersuchen. Alles Leben schien sich in diesem kleinen Tümpel versammelt zu haben. Eine wahnsinnig große Menge an lebenden Tieren kescherten die Jungen und Mädchen aus dem Gewässer.

Die vielen Eindrücke sind gleich nach dem Mittagessen kreativ in Ton umgesetzt worden, Schnecken und Fische sind nach und nach entstanden.

Für einen ganztägigen Ausflug zur Kokerei Hansa in Dortmund, ließ die Rasselbande mit ihren Betreuern den Kleingartenverein zurück und vergnügten sich auf dem Firmengelände, das mittlerweile in ein Museum umgewandelt wurde. Der Mitarbeiter nahm die Anwesenden in Empfang und führte sie durch die gesamte Anlage.

Zum Abschluss des Ferienprogrammes, malten die Jungen und Mädchen ein traditionelles Bild, als Gastgeschenk an die Kleingartenanlage. Im Anschluss stellten sie Farben aus Rote Beete, Rotkohl, Karotten, Natron. Essig. Salz und Zitronensäure her und bemalten Turnbeutel-Taschen zur Erinnerung. Als Stargast erschien Prof. Dr. Dr. Martina Oldengott. Sie ließ es sich nicht nehmen, die Urkunden für alle Teilnehmer mit einem kleinen Geschenk zu überreichen.
Im Anschluss gab es Würstchen im Brötchen für alle.

Vielen Dank gilt dem KGV „Am Schellenberg“. Vor allem Norbert Mörchen und seinem Team, die uns 4 Tage ihre Gastfreundschaft zuteilwerden ließen. Den Biologen der Emschergenossenschaft, dass sie sich die Zeit genommen haben, um uns zu begeistern und zu belehren. Stephan Bevc, Petra Schmied, Susanne Hülsmann, Hubert Kübber und Kerstin Schüler für die Organisation der Wasserforscher. Aylin, Lara und Moritz für die Unterstützung seitens der Emschergenossenschaft. Bernd Dreesen, der mit seinem Wissen für er(n)ste Hilfe sorgten. Man sollte kaum glauben, wie Kinder darauf reagieren, wenn sie wissen, dass sowas wie ein Arzt anwesend ist! Alle Eltern, die ihre Kinder mitmachen ließen und unserem Starkoch Jens Kratz für die leckeren Mittagessen.
Mr. President, seit diesem Sommer sind wir alle sicher, dass der Klimawandel kein Phänomen ist.

 

AGÖ Mona Richter

Die Kinder im Alter von 6 – 12 beim Keschern am Landwehrbach